Tauchermaske

Die wichtigsten Eigenschaften einer Tauchermaske

Die Tauchermaske (nicht „Taucherbrille“) ist der elementare Bestandteil der in diesem Beitrag beschriebenen ABC-Ausrüstung. Nur mit der Tauchermaske können wir unter Wasser scharf sehen. Unsere Augen sind nämlich auf den Brechungsindex von Luft eingestellt. Durch die Maske schaffen wir zwischen Wasser und Auge eine Luftschicht, durch den unser Auge scharf sehen kann. An der Frontscheibe der Maske ensteht allerdings eine weitere Brechung: Durch diesen Übergang von Wasser zu Luft erscheint alles 1/3 größer und 1/4 näher.

Zur Vereinfachung dieser physikalischen Gesetzmäßigkeit unter Wasser dazu ein einfaches Beispiel im heimischen Tauchrevier:

Ein Buddy erzählt uns wieder einmal davon, dass er den größten Hecht im See gesehen hat: Es soll sich dabei um einen kapitalen 1-Meter-Hecht handeln. Wir wissen es aber besser: Denn wenn wir den Hecht angeln würden, wäre dieser nur 66cm groß!

Die Tauchermaske heißt deshalb nicht Taucherbrille, da diese auch noch einen Teil unseres Gesichts bedeckt, nämlich die Nase. Das ist wichtig, damit wir einen Druckausgleich unter Wasser durchführen können und die Maske auch ausblasen können.

Bei der Auswahl der Maske für unsere ABC-Ausrüstung kommt es aber nicht unbedingt auf physikalische Gesetzmäßigkeiten an, sondern auf drei einfache Fragen:

  1. Passt die Maske?
  2. Handelt es sich um eine Maske mit einem großen Sichtfeld, aber einem kleinen Innenvolumen, damit wir die Maske auch einfach ausblasen können?
  3. Gefällt mir die Maske?

Und was für Masken gibt es?

Es gibt zahlreiche Passformen, denn jedes Gesicht ist anders. Es gibt Tauchermasken für kleine und große Gesichter. Die Hersteller bieten Masken mit einem Glas und zwei Gläsern. Es gibt Masken mit Seitenfenstern und es gibt Retro-Masken. Wichtig ist bei der Anprobe, dass die Maske in keinem Fall auf irgendeinem Teil des Gesichts drückt, denn wer möchte schon ein unangenehmes Gefühl im Gesicht während eines spannenden 45min Tauchgangs haben, wenn gerade eine Gruppe von Delphinen das Buddy-Team passiert?

Auch die Überlegung, ob es sich bei der Maske um eine robuste oder eher einfache Bauform handelt, sollte in die Kaufentscheidung einfließen. Geht der Taucher eher pfleglich mit seinen Ausrüstungsgegenständen um, kann er eine Maske mit einer einfachen Bauform in gesteckter Bauweise wählen. Wenn es sich allerdings um einen robusten Taucher handelt, der auch in die tiefsten Wracks der Weltmeere eindringt, sollte eine verschraubte Variante gewählt werden.

Hier scheiden sich die Geister: Denn die Maske muss dem Taucher auch vom Design gefallen. Es gibt Klarsilikon und Schwarzsilikon Tauchermasken. Hier sollte einzig und allein eine Entscheidung nach eigenem Gefallen getroffen werden, denn ihr werdet eure erste Maske auch lange behalten. Ich bin ein Freund der schwarzen Masken, denn zum einen vergilben diese nicht und der Taucher sieht aus wie ein „Navy-Seal“.

Wie probiere ich eine Tauchermaske an?

Dafür habe ich einen eigenen Artikel geschrieben: Wie finde ich die richtige Maske?

Folge Patrick Baumfalk:
Patrick Baumfalk
Mein Name ist Patrick. Ich wohne vor den Toren Kölns – im schönen Kerpen – und bin 28 Jahre alt. Hauptberuflich bin ich Jurist, doch das Tauchen ist meine wahre Leidenschaft.

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