Tauchcomputer

Elektronik unter Wasser – Der Tauchcomputer

Du konfigurierst gerade deine Tauchausrüstung und hast alle Informationen über einen Atemregler, ein Jacket und die ABC-Ausrüstung zusammen? Dann stellt sich sicherlich die Frage, welcher Tauchcomputer nun anzuschaffen ist. Der Tauchcomputer (oder auch „Deko-Rechner“) ist heute ein essentielles Hilfsmittel für sicheres und einfaches Tauchen. Auf jedem Tauchgang brauchst du einen solchen Tauchcomputer. Dieser zeigt uns die wichtigsten Informationen an, die wir für einen sicheren Tauchgang brauchen – auch ohne vorher mühsam mit Tabelle, Uhr und Taschenrechner den Tauchgang zu planen. Da die Preise für die Anschaffung eines solchen Hilfsmittels auf historischem Tiefstand sind, gehört ein solcher Deko-Rechner zur Standardausrüstung – auch schon für Tauchanfänger.

Wie funktioniert ein Tauchcomputer?

Ein Tauchcomputer ist eigentlich nichts anderes als eine digitale Austauchtabelle, wie z.B. die bekannte DEKO 2000 oder der PADI RDP. Allerdings werden hier nicht vor dem Tauchgang Tauchtiefe und -zeit bestimmt, sondern während des Tauchgangs auf elektronischem Wege gemessen. So ermittelt das Gerät dein persönliches Tauchprofil. Durch diese persönlichen Messungen wird die Austauchzeit berechnet, die in der Regel kürzer ist als die nach der Tabelle bestimmte Zeit. Der Computer zeigt dir auch den notwendigen Safety Stop auf 5m an sowie den Deep Stop! Solange keine Dekopausen erforderlich sind, wird die verbleibende Restnullzeit auf der aktuellen Tiefe angezeigt. Außerdem weiß der Computer genau, wann du an der Wasseroberfläche angekommen bist und kann dann ermitteln, wie lange eine Pause zwischen zwei unterschiedlichen Tauchgängen sein muss.

Dein Helfer berechnet sogar die Pause zwischen Tauchgang und Heimflug. Das Gerät ermittelt punktgenau die Dauer zwischen Tauchgang und erlaubtem Flug und kann dir so auch vor einem Heimflug ein unverzichtbares Hilfsmittel sein.

Die Berechnung der Stickstoffsättigung im Blut erfolgt, je nach Computer mit unterschiedlichsten Rechenmodellen. Manche benutzen die Deco 2000, andere nutzen das Rechenmodell von PADI. Durch die Nutzung eines Tauchcomputers wird effektiv eine Taucherkrankheit vermieden. Ich hoffe, dass dir dein Tauchlehrer die Benutzung der Tabelle auch beigebracht hat!

Viele Tauchcomputer kannst du übrigens an deinen Desktop anschließen. Dann kannst du dir deine Tauchprofile mit der mitgelieferten Software auf deinen PC downloaden und so ein digitales Logbuch führen. Eine genaue Anleitung, wie du den Computer benutzen sollst, findest du in der Bedienungsanleitung. Studiere diese bereits vor dem Tauchgang! Diese kannst du dir aber auch meist bei den unterschiedlichen Herstellern herunterladen!

Warum sollte ich mir keinen Tauchcomputer leihen?

Ein Tauchcomputer speichert die Restsättigung eines Tauchgangs für einen eventuellen Folgetauchgang (oder auch „Wiederholungstauchgang“). Deshalb kannst du deinen Tauchcomputer auch nicht einfach an einen anderen Taucher übergeben. Der andere Taucher hatte vielleicht ein anderes Tauchprofil. So sind die Computerwerte für ihn nicht maßgebend, sondern er müsste ggf. mit anderen Werten rechnen. Das gleiche gilt im umgekehrten Fall natürlich auch für dich.

Meine persönlichen Empfehlungen

Ich bin schon mit einigen Tauchcomputern getaucht und seit ein paar Jahren nutze ich einen Suunto D4i. Ein rundum gelungener Armbandcomputer mit einem tollen Interface für den PC. Er hat außerdem einen hervorragenden Freediving-Modus! Vorher habe ich einen SubGear XP 10 benutzt, der für Anfänger durchaus geeignet war (den gibt es aber wohl nicht mehr im Handel). Ich kann aus den neueren Produktlinien aber vorbehaltlos folgende Computer empfehlen (Informationen findest du bei Amazon.de):

  1. Suunto ZOOP Novo
  2. Suunto D4i Novo
  3. Preis-Leistungs-Tipp für Sparfüchse: Mares Puck Pro

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen bei der Auswahl eines praktischen Tauchcomputer helfen. Welchen Tauchcomputer benutzt du und welche Erfahrungen hast du bisher gemacht? Schreib mir doch einfach deine Erfahrungen in die Kommentare!

Möchtest du noch etwas über Atemregler lesen? Ich habe dazu auch noch einen Beitrag geschrieben: Kalt- oder Warmwasser? Der optimale Atemregler!

Folge Patrick Baumfalk:
Patrick Baumfalk
Mein Name ist Patrick. Ich wohne vor den Toren Kölns – im schönen Kerpen – und bin 28 Jahre alt. Hauptberuflich bin ich Jurist, doch das Tauchen ist meine wahre Leidenschaft.

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